Montag, 20. Juli 2009

My last weeks in Malawi











Gegrillte Maeuse!

Das rechte ist mein suessen Haeusschen hier in Mua, leicht verdekct von den vielen Baeumen hier. Das besser sichtbare Haus ist mein Nachbar Andrew, der hier der Koch ist.



Ihr Lieben,
Es geht dem Ende zu!!! Oder anders gesehen auch dem Anfang wieder bei euch in Germany :)))
Sind gestern von unsrem Endseminar wiedergekommen und irgendiwe is grad jeden Tag von irgendwas Abschied nehmen angesagt! So komisch alles...
Also nach meinem letzten Blogeintrag war ich wie geschrieben noch einmal im Norden Malawis mit Katharina...
Wir sind von Salima aus gestartet und die Lakeshore Strecke am See entlang bis nach Nkhatabay gefahren. Allerdings hat das diesmal die doppelte Fahrzeit gebraucht!
Wir mussten so oft umsteigen, irgendwann war es dunkel und ein Pick Up hat uns irgendwo im Nirgendwo abgesetzt, wo uns ein weiterer Pick up fuer die letzte Strecke mitgenommen hat. Wir waren anfangs ganz allein hinten auf dem Pick Up, bis nach einer Weile 2 Frauen (Mutter und Tochter) eingestiegen sind, die ganz schnell ins Krankenhaus mussten, da die Tochter in den Wehen lag. Das war vielleicht ein Erlebnis! Sie hat glaub nicht mal mehr realisiert dass wir Weisse sind und sich an in Katharinas Arme gelegt, da es arschkalt war...
Kamen zum Glueck noch rechtzeitig am Krankenhaus an und die Mutetr hat sich ja so herzlich bei uns bedankt! Sowas geht echt unter die Haut!
Wir sind also zum Glueck heil in Nkhatabay angekommen und haben uns am naechsten Tag erstmal einen chilligen See-Strandtag gemacht und sind einen Milkshake in der Stadt trinken gegangen...
Am naechsten Tag gings nach Mzuzu, wo ich zu meiner Rumphi- Mzokotozeit so oft war! Haben eine riessige Chintenje shoppingtour gemacht (die bunten Stoffe)... Ich bekomm echt nicht alles in den Koffer. In einem Jahr sammelt sich so viel an, dass ist definitv mehr als die 20 erlaubten Kilos!!! Ohje, das wird noch ein Stress...
Am naechsten Tag in Nkhatabay trudelte solangsam unsre ganze Freiwilligentruppe ein, da wir die naechsten 2 Tage mit der Ilala nach Ruarwe gefahren sind um den Geburtstag von 2 Freiwilligen zu feiern... Dort waren wir auch schon kurz vor Silvester. War super, hatten jede Menge Spass.
Dienstags kamen wir von der Nordtour zurueck und am Samstag gings dann schon wieder los ans Cape Maclear. Unser letzter Aufenthalt am Malawisee!!! Oh, ich werd ihn vermissen, so wunderschoen!!! Dort haben wir Esthers Geburtstag gefeiert, mit Kuchen und vielen Wunderkerze (die mir meine Mum zu Silvester geschickt hatte und ich erst jetzt benutze :))...
Am Wochenende darauf bin ich zu Esther nach Kasungu gefahren! War schoen nochmal da zu sein und ihre Leute und co zu treffen... War da ja laenger als ich keinen Arbeitsplatz hatte!
Direkt danach gings weiter nach Lilongwe zum Endseminar, wo wir gestern zurueck kamen...
War wie ein Deja Vue... Alle Freiwilligen wieder versammelt im gleichen Haus etc, wie beim Vorbereitungsseminar als das Jahr begann. War echt interessant, Einige hatte man ja auch seid Ewigkeiten nicht mehr gesehen...
Am Donnerstag hatten Renata und Anja, unsre 2 Mentorinnen eine Abschiedsparty fuer uns organisiert zu der soger der deutsche Botschafter kam.
das Wochenende haben wir dann noch mal ein letztes Mal Party gemacht in Lilo und uns von den Ersten verabschiedet, da wir in 3 Gruppen zurueck fliegen werden!
Ich versuch jetzt nochmal richitg Mua zu geniessen, was aber eine schwierige Angelegenheit wird, da man mit den Gedanken schon sooo beim Abschied ist und die Planung fuer unsre Abschiedsfeier in vollem Gang ist etc...
Wie gesagt, so komisch alles! In einem Jahr kann man sich schon ein kleines Zuhause aufbauen. Es ist echt traurig, da man ja auch nicht weis ob man die Menschen wiedersieht etc.
Und dann kommt zu der Verwirrung auch noch das lachende Auge, denn man freut sich auch mega auf Familie, Freunde, Haustiere (JOOOSSSIII) :))))
Nicht mal mehr 2 Wochen und ich bin wieder da, lassts euch gut gehn, wir sehn uns und ich freu mich tierisch auf euch! :)

Montag, 22. Juni 2009

The Best of:... Zambia


Livingstone:

Baby-Giraffe (Im Hintergrund die Mami)









Alle Bilder hier, zeigen nur einen kleinen Ausschnitt von den ewig langen Victoria Falls, da meine kleine Digicam das geasmte Ausmass nicht erfassen kann :)


Lusaka:

der riessige City Market in Lusaka (nur ein kleiner Ausschnitt davon)

WM-Qualifikation Malawi vs. Burkina Faso (Leider 0:1 verloren)



Das Stadion von aussen,entspricht wohl nicht ganz den europaeischen Sicherheits-vorkehrungen
:)


Hip Hip Hurra: Malawische Nationalmannschaft!

Sonntag, 21. Juni 2009

Zambia and the big Mosi oa Tunya

Und mal wieder muss ich feststellen wie schnell doch die Zeit vergeht, unglaublich!!!!
Meine 2. große Reise ist nun auch schon vorbei. Unser Sambia-trip war echt der Hammer und es war eine verdammt gute Entscheidung es nicht mit einer durchorganisierten Safari zu machen sondern by own... Wir hatten echt mega viel Spaß.
Los gings Freitag morgens um 6 Uhr mit dem Bus nach Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Im Großen und Ganzen unterscheidet sich die sambische Landschaft nicht sonderlich von der Malawischen. Sambia ist, wie Tansania auch, um einiges größer und dadurch fährt man auch mal einige Kilometer ohne ein Dorf zu sehen. Ich bin auch der Meinung, dass die Hütten welche ich vom Bus aus gesehen habe, wesentlich “hüttenmäßiger” aussahen als aus Malawi gewohnt. Die kleinen Hüttchen waren noch mehr aus Stroh, teils auch die Wände und nicht nur das Dach. In Malawi ist das eigentlich immer mit Lehm gebaut.
Wir wurden einige Male von der Freundlichkeit der Einheimischen richtig überrascht. Als wir in Lusaka abends um 21Uhr ankamen, warteten vor der Bustür ca 25 Taxifahrer die uns schon bevor wir ausgestiegen waren ihre Schlüssel ins Gesicht hielten. Zu unserer Überraschung haben uns einige Mitreisende (oder auch Angehörige der Buscompany) aus dem Chaos geholfen und wollten für uns sogar den Taxipreis nach unten handeln. Bis dato mussten wir meist bei solchen Situatuionen (so ein Chaos herrscht eigentlich immer an Busdepots) uns selbst daraus helfen. Esther hatte auch an einem Tag ihre Bankkarte auf dem Busdepot verloren und ein Sambianer hat sie ihr hinterher getragen und wieder gegeben. Ich denke in den meisten Fällen wäre die Karte weggewesen.
Aber ich muss auch sagen, dass wir es als 2 Raucher doch gelegentlich schwer hatten mal gemütlich eine Zigarette in der Öffentlichkeit zu rauchen. In Sambia wurden wir, so ist meine Auffassung, mehr als Anderswo nach Zigaretten gefragt “Give me cigarette” etc...
Unsere Unterkunft in Lusaka war nicht die Beste und so haben wir spontan die Pläne geändert und sind gleich am nächsten Tag weiter nach Livingstone gefahren, wo wir die meiste Zeit unseres Sambiaaufenthaltes verbracht haben. Gigantischt! Die 3 Tage waren wirklich super. Unsere Unterkunft war spitze, tausende bunte Kissen welche zum chillen einluden, Swimmingpool und einfach ne nette Atmosphäre. Auch der Service war super. Gleich an unserem ersten ganzen Tag wollten wir eine Safari machen. Bei einem Jahr in Afrika sollte das einmal drin sein ;) Letztendlich war es auch die beste Wahl diese Safari zu machen und nicht die Teurere in den berühmten South Luangwa National Park. Denn bis auf Löwen haben wir alles aus nächster Nähe gesehen.
Wir sind in den Mosi oa Tunya Park gegangen. Übersetzt heißt das “Donnernder Rauch”. Es ist der einheimische Name für die Victoria Fälle, an welche der Park grenzt. Dieser Nationalpark ist einer der meistbesuchtesten in Sambia. Der Tag war echt so witzig. Ursprünglich war geplant, dass wir mit 2 Anderen diese Safari machen, diese sind dann aber abgesprungen und so hatten wir den offenen Safari-jeep ganz für uns allein :) Wir wurden damit an der Lodge abgeholt und mussten erstmal ganz Livingstone damit durchqueren, was echt total lustig war, denn wir saßen allein hinten auf dem Jeep auf Bänken und sind wie die Safari-queens durch die Stadt gefahren :) Man sieht dort aber wirklich extrem viele Safariautos. Livingstone zieht durch Attraktionen wie die Vic falls einfach viele Touris an, obwohl ich sagen muss, dass sich der Toursimus auf Sansibar bei Tansania viel deutlicher auswirkt. Man sieht in Livingstone zwar viele Touristen, aber die Stadt hat ihren Charm. Ich finde, es wirkt ein bisschen wie eine Kleinstadt in den uralten Western Filmen.
Zurück zur Safari:
Also wie die Königinnen sind wir dann zu dem Park gefahren, der nur ca 15Minuten von unserer Lodge entfernt ist. Unser Fahrer war echt total sympatisch und lieb. Mit ihm sind wir dann ca 2 Stunden durch den Park gefahren und haben Tiere bestaunt. Wir hatten echt Glück, denn wir haben alles gesehen was wir sehen wollten, nur die Nashörner haben sich nicht gezeigt und Löwen gibt es in dem Park nicht. Zum bestaunen zeigten sich: Antilopen, welche ich mehr und mehr mag weil die einen immer so komisch anschauen, Büffel (gigantische Tiere), Wasserbüffel, Warzenschweine (auch echt rießige Viehcher), ein winziges Krokodil, Vögel in allen Farben und Formen und natürlich unsre 2 Höhepunkte: Giraffen und Zebras aus nächster Nähe!!! :) Zebras haben so ein unbeschreiblich schönes Muster von nahem betrachet und Giraffen sind einfach atemberaubend elegante Tiere, die sich mit so viel Würde bewegen, einfach traumhaft das zu beobachten. Der Park verläuft entlang des Sambesi. Der Fluss, dessen Wassermasse sich unter dem berühmten Namen “Victoria falls” in die Tiefe stürzt. So konnten wir an dem Tag auch schon einen Blick auf den an dieser Stelle noch sehr friedlichen Fluss werfen. Am nächsten Tag war nämlich mein persönliches Highlight geplant: Die Victoria Fälle!!!
Oh mensch, wirklich ein Weltkulturerbe!!!! Die sind ja so gigantisch! David Livingstone muss damals ja von allen Wolken gefallen sein, als er auf den donnernden Rauch traf. Wir wussten ja warum wir von hunderten Metern Entfernung eine rießige Nebelwand aufsteigen sahen, aber er muss ja damals gedacht haben dort geht die Welt unter :)
Ich finde, wir sind genau zur richtigen Zeit da gewesen (was sicherlich jeder Besucher der Fälle behauptet, denn sie haben zu jeder Jahreszeit eine andere Wirkung). Zwischen März- Mai ist Hochwasserstand, bei dem man keinen Stein mehr sieht und wahrscheinlich in eine rießige Gischtwand sieht. Ab August ist dann glaube ich der niedrigste Stand, bei dem man wegen kaum vorhandener Gischt gute Fotochancen hat. Wir waren da, als noch Hochwasser war und haben doch einige gute Fotos geschossen, welche noch folgen werden.
Man läuft einen Weg entlang, an dem alle 10 Meter ein Aussichtspunkt ist. Die Besucher, welche uns mit pitschnassen Regenjacken entgegenkamen, haben uns recht ungläubig angeschaut, dass wir ohne Regendress den Weg laufen wollten, aber wir waren ja ausgestattet ;) Plastiktüten für Kamera, Zigaretten etc. Und Klamotten zum wechseln, was man auch wirklich braucht ;)
Der erste Blick auf die herunterdüsenden Wassermassen war gigantisch. Durch die Sonne und die Gischt haben sich rießige Regenbögen gebildet..
Ab dem 3. Aussichtspunkt wird man dann auch nass... Die Gischt, welche durch den Aufknall der herunterrasenden Wassermassen bis noch Meterweit über uns aufsteigt, kommt als Regen auf einen heruntergerasselt.
Auf dem Weg überquert man eine Brücke, die man auf keinen Fall trocken überqueren kann. Sie liegt gegenüber der Fälle und man kommt total durchnässt auf der anderen Seite der Brücke an, was aber mega viel Spaß macht ;)
Nachmittags, nach dem wir von unsrer ersten Vic Falls- Besichtigungstour schon wieder durch die Sonne ganz getrocknet waren, haben wir den ganzen Weg nochmal in Angriff genommen um bei etwas weniger Wassernebel in der nachmittag-abendlichen Stimmung noch eine bessere Sicht auf die ewig langen Wasserfälle zu haben. Also nochmal über die Brücke und noch einmal pitschnass werden :)
Danach (da die Sonne jetzt ja nicht mehr so heiß war und kurz vorm Untergehen) haben wir unsre zum Glück noch trockenen Sachen angezogen (unsre Taschen waren nämlich völlig durchnässt) und haben uns zum ersten Aussichtspunkt unserer Strecke gesetzt um den Sonnenuntergang hinter den Victoria Fällen zu sehen.
War ein richtig schöner und unvergesslicher Tag.
Unseren letzten Tag in Livingstone haben wir dann noch genutzt um die Stadt und ihre Märkte zu erkunden um danach den Nachtbus zurück nach Lusaka zu nehmen.
In der Nacht im Bus haben wir leider nicht all zu viel geschlafen und waren doch ziemlich kaputt. Da wir nun leider eine knappe Zeitplanung hatten, da wenig Urlaub und viel zu sehen, musste der Tag trotzallem ausgenutzt werden und auf dem Plan stand: Erkundung Lusakas! Nachdem wir durch die noch morgendliche Kälte (auch wenn ihr es nicht glaubt, aber ich laufe hier teils in Winterklamotten rum und friere mir den A*** ab) zu unserer nicht so tollen Lodge gelaufen sind und uns frisch gemacht haben, sind wir zum Aufwachen einen Kaffee trinken gegangen, wobei Esther ihren erstmal über mich und die restliche Umgebung geschüttet hat :)
Ich finde Lusaka echt schön (auch wenn die Meisten das Gegenteil behaupten), zum mindest hat die Stadt wirklich richtig schöne Märkte zu bieten. In einigen Straßen herrscht auch dieses richtige Chaos, was ich in den bis jetzt schon besichtigten größeren afrikanischen Städten eher vermisst habe (war natürlich vorhanden aber nicht in dem Ausmaß). Hunderte von Menschen mit Klamottenbergen und sonstigem Allerlei vor sich, dazwischen einige Autos die sich durchdrängeln etc... Der City Market dort ist echt groß. Eine ewig lange Halle an der man so ziemlich alles bekommen kann was das Herz begehrt. Second Hand Klamotten (teils auch noch Neue), Schuhe, Essen etc... Wir wussten gar nicht wo zuerst hin schauen...
Am nächsten Tag ging es für uns dann auch schon wieder back to Lilongwe, wo ich gerade bin. Fahre nachher zurück nach Mua.
Man müsste ja meinen, dass nach fast einem Jahr hier meine Reiselust vorerst gestillt sein sollte, aber irgendwie könnte ich noch ewig rumreisen. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, man entdeckt so viel Neues und lernt ständig dazu. Freu mich aber auch schon rießig euch alle wiederzusehen.
Nächsten Mittwoch werde ich mit Katharina eine Tour in den Norden Malawis starten und eventuell nochmal meine Familie besuchen, bei der ich am Anfang gewohnt habe. Im Großen und Ganzen geht das auch mit dem Reisen die nächsten Wochen so weiter, bis ich die letzten 2 Wochen dann nochmal durchgehend in Mua verbringen werde.

Freitag, 29. Mai 2009

Tanzania and Zanzibar

So, Urlaubsbericht und gaaanz viele Bilder :)


Mit einem Fuß noch im gewohnten Malawi und mit dem Anderem schon auf dem Weg ins Unbekannte :)


Bei einem Stop am Busdepot kommen alle möglichen Verkäufer um dir durchs Fenster ihre Sachen zu verkaufen! :) Jede Menge Spaß und amn muss nicht aussteigen, wenn man irgendwas braucht :)




der nördliche teil der Skyline


Wie lang hab ich mich auf diesen Urlaub gefreut und wie schnell ging er vorbei :) Unglaublich!
In den 10 Tagen (letztendlich wurden es ungewollte 11) war wirklich alles dabei:
Wir haben à la Freiwillige uns die Kultur angeschaut und gleichzeitig ab und zu einen voll auf Tourist gemacht :) Weißer Sandstrand, türkisfarbener Indischer Ozean, Palmen, leckeres Essen, Minibus fahren (in Tansania genannt: dala- dala), Metropole Dar Es Salaam, typisch tansanische Märkte etc...
Es war echt genial! Das komische war nur auf einmal wieder nix zu verstehen! Es würde sich echt lohnen, v.a. sollte ich planen noch mal nach Afrika zu reisen, Kisuaheli zu lernen. In Tansania sprechen die wenigsten Englisch, was für uns erstmal sehr ungewohnt war, da man in Malawi doch relativ gut mit Englisch voran kommt.
Bei der Sprache gab es auch ein weiteres Problem: Kein Mensch (also kein Einheimischer) wollte mir meinen Namen glauben. In Tansania sagt man „Asante sana“ was soviel heißt wie „thank you very much“. Also sana = very much!!! Das mein Name anders geschrieben wird und aus dem arabischen kommt hat die meisten nicht davon abgehalten darüber zulachen :)
Aber was echt mal sehr gut tat, irgendwie kam ich mir anonymer vor! In Malawi werde ich beim Reisen oft beobachtet, Kinder bleiben stehen und schauen einem nach und die Augen sind stets auf einen gerichtet. Klar, in Tansania hört man auch "Azungu" (Weiße) und v.a. bei den Preisen kann man damit rechen, immer den Azungu-preis zuhören (d.h. immer handeln), aber ich saß in den Bussen und auch in der Stadt und kam mir nicht ständig beobachtet vor.
Es war echt interessant, durch die Erfahrungen die ich in den 9-10 Monaten bis jetzt in Malawi gemacht habe, ist es für mich viel einfacher zu reisen. Ich kam mir nicht wie der völlig fremde Tourist vor, auch wenn ich das Land noch nicht kannte. Ein bisschen das Gespür für die Lebensart hier (auch wenn sie von Land zu Land wieder verschieden ist) habe ich dennoch bekommen.
Was auch mal wieder sehr angenehm war: Die Menschen in Tansania sind größer!!! In Malawi bin ich grundsätzlich einen Kopf größer als der Rest, aber in Tansania gab es doch den ein oder anderen bei dem ich den Kopf heben musste :)
Unsere Reise:
Wir sind erstmal mit dem Nachtbus durch Malawi gestartet um dann von Mbeya, einer Stadt in Tansania ganz in der Nähe von der Grenz, einen Bus nach Dar es Salaam zu nehmen. Die Fahrt war wirklich schön (auch wenn sie statt den besagten 10 Std doch ganze 14 Std. gedauert hat, aber das ist Afrika und dazu gibt’s dann gleich auch noch eine viel bessere Geschichte). Die Landschaft ist beeindruckend und ganz anders als in Malawi. Dadurch, dass Malawi nur so groß ist wie 1/3 von Deutschland, aber eine verhältnismäßig hohe Bevölkerungszahl hat, sieht am Straßenrand ständig kleine Dörfer. Tansania ist da ganz anders. Das Land ist so groß, dass man kilometerweit fahren kann und nichts als die Weite, Landschaft und Natur genießt. Auf der Strecke Mbeya - Dar es Salaam durchquert man auch einen Nationalpark und sieht direkt neben dem Bus Elefanten, Büffel, Zebras, Giraffen etc. Bei der Hinfahrt haben wir eine Gruppe von mindestens 25 Giraffen gesehen, eine Horde Büffel und einen Elefanten mit Baby direkt neben dem Bus. Bei der Rückfahrt mussten wir sogar anhalten da ein Zebra gerade die Straße überquert hat :) Das witzige war, dass Esther und ich im Bus natürlich erstmal „wow“ gesagt haben und unsre Kameras holen wollten (der Bus fuhr aber zu schnell, so dass wir kaum Fotos von diesen Eindrücken machen konnten), und der Rest im Bus, die Einheimischen, haben eigentlich kaum beeindruckt reagiert dass ca. 2 Meter neben uns ein Elefant steht ;)
In Dar es Salaam sind wir im Dunkeln angekommen, haben aber da schon gemerkt dass wir es mit einer Großstadt zutun haben :) Hochhäuser, Verkehr, mehrspurige Straßen.
Dar es Salaam ist schon ziemlich beeindruckend, allerdings habe ich es mir bevölkerter vorgestellt. Die Stadt lebt mit Autos. Da herrscht ein Verkehrschaos, das ist unglaublich. Aber ich habe ein bisschen die Menschen am Straßenrand vermisst. Auch finde ich es krass, wie die Gegensätze dort zusammenleben. Ein Hochhaus aus Spiegelglas, was wirklich gigantisch aussieht, neben einem fast verfallen Gebäude. Die Skyline dieser Stadt ist aber ein Traum, vielleicht auch nur, weil ich seid 10 Monaten keine Hochhäuser mehr gesehen hab :)
Der Markt ist auch schön, allerdings habe ich die bunten Stoffe vermisst. Die kommen doch alle aus Tansania, warum finde ich dann in Malawi mehr als in dem Herkunftsland???
Von Dar es Salaam sind wir mit der Fähre weiter nach Sansibar. Wir wurden gewarnt, dass wenn wir dort sind wir nicht mehr gehen wollen :) Und ein bisschen hat man damit auch recht! Die Insel ist ein Traum. Umgeben von kleinen Inseln, Bilderbuchstränden und türkisfarbenen Meer! Auch Stone-town (oder Zanzibartown genannt) erinnert wirklich an Tausend und Eine Nacht! Ganz viele kleine Gassen in denen man sich wirklich verlaufen kann, und richtig alte beeindruckende Gebäude.
Was man echt merkt, es ist ein guter Mix aus indischem und afrikanischem.
Es ist auch keine Lüge, dass dort die besten Gewürze sind. Bei dem Gewürzmarkt bleiben keine Wünsche unerfüllt. Ich muss aber sagen, dass die Insel schon sehr touristisch ist und an den Stränden bevölkert von Lodges und Hostels ist. Aber auf dem Weg in Norden haben wir das einheimische Leben trotzdem sehen können.
Wir sind anfangs erstmal in den Norden gefahren und haben eine Nacht am Kendwa Beach und 2 Nächte in Nungwi geschlafen. Ärgerlich war, dass wir die ganze Reise das Zelt umsonst mit rumgeschleppt haben!!! In Dar es Salaam wäre die Zeltmöglichkeit weiter außerhalb gewesen und daher zu umständlich und in Sansibar ist seid neuestem das Zelten verboten, da man angeblich pro Tourist 7 Dollar an den Saat zahlen muss.
Naja, auf jeden Fall haben wir im Norden den Strand und das Meer in vollen Zügen genossen und auch einen Schnorchelausflug gemacht! War wirklich super. Soo viele bunte Fische, riesige Seeigel, Seesterne, Korallenriffe…etc. Und ein Mittagsessen an einem unbewohnten ewig breiten Sandstrand!
Vom Norden sind wir mit einem dala-dala nach Stone Town gefahren und haben uns die Stadt angeschaut bevor wir die Nachtfähre zurück genommen haben. Echt der Hammer, wie viel Nächte wir im Bus oder auf der Fähre verbracht haben und nicht in einem gemütlichen Bett :)
Wir hatten dann eigentlich geplant noch am gleichen Tag (sind ja Donnerstagmorgens mit der Fähre angekommen) abends oder am nächsten Morgen den Direktbus zurück nach Malawi (Lilongwe) zu nehmen. Das hat nur alles nicht so ganz geklappt ;) Der Bus Freitagmorgens war angeblich voll und somit haben wir dann ein Ticket für Samstagmorgen bekommen. Das war vielleicht ein hin und her am Busdepot. Alle wollen dass man bei ihnen kauft. Wir hatten auch erst schon ein Ticket für Freitag in der Hand, aber wurden dann zum Glück noch gewarnt ;)
Also hatten wir noch 2 Tage in Dar Es Salaam. Einen davon haben wir ausgenutzt endlich mal das Minibus-netz (dala-dala) zu verstehen und sind mit dem dala-dala durch die Stadt und in den nördlicheren Teil gefahren. Den anderen Tag haben wir am Strand verbracht, an der Unterkunft wo wir eigentlich zelten wollten, und wo man nur mit einer Fähre hinkommt, welche im 15Minuten Takt fährt.
Was natürlich in den Blog muss, um den Gegensatz klarzumachen, wie unser Urlaub war: Wir sind am letzten Tag auf dem Weg zum Strand am Kempinskihotel vorbeigekommen. Sicherlich eins der luxuriösesten in Dar es Salaam. Was liegt da nicht näher, als mal eben einen richtig leckeren Cappucchino trinken zu gehen :) Allgemein war der Kaffee in Tansania nämlich kaum erträglich (zum mindest der Instantcoffee den wir überall bekommen haben). Somit sind also 2 Mädels in Badeklamotten erstmal über einen roten Teppich in einen Marmorsaal gelaufen um dort einen Kaffee zu trinken ;) War echt witzig und absolutes Kontrastprogramm (der Kaffee war aber nicht teurer als in den üblichen Cafes) :)
Die Heimfahrt hat sich dann wieder als typisch afrikanisch gestaltet. Unser Bus startete morgens um 6Uhr und sollte innerhalb von 24Std in Lilongwe ankommen :) ja ja!
Wir kamen um 21Uhr an der Grenze an, welche nur von 6-18Uhr auf hat und mussten somit die Nacht im Bus an der Grenze verbringen. Am nächsten Morgen dachten Esther und ich: ach, halb so wild, dann kommen wir halt erst abends an! Nach Stunden die es gebraucht hat 10 Meter vorzufahren um sich dann einen Stempel von Tansania zuholen, nach 10 weiteren Metern den nächsten Einreisestempel in Malawi, haben wir uns dann gefragt warum es nicht weiter geht. Wir wurden eh die Fahrt kaum beachtet und uns wurde auch nie gesagt wann, und wie lang denn jetzt Pause ist. Also haben wir gefragt und die Antwort war: Wir bleiben hier den ganzen Tag und fahren über Nacht nach Lilongwe! Na spitze! Nach einer Nacht an der Grenze kam noch ein ganzer Tag dazu! Unsere Reisezeit hatte sich somit verdoppelt und wir kamen nach 48 Std im Bus endlich an :) Letztendlich war es auch ganz witzig, und so ist es nun mal hier :)
Jetze hab ich auch schon wieder eine Woche in Mua rum und bin gerade again in Lilongwe um mich mit den Mädels zu treffen und ein bisschen feiern zu gehen. Nächstes Wochenende fahren wir dann nach Blantyre zum Fußball- Länderspiel: Malawi – Burkina Faso und dann geht’s auch schon nach Sambia.

Dar es Salaam vom Katamaran aus bei der Fahrt nach Sansibar

Bilderbuchstrand :) Ein Traum, abends und tagsüber


So voll kann ein Boot besetzt werden :)



Zanzibar Town (Stone Town)




Mittwoch, 29. April 2009

Mein neues Projekt und Bilder

Plateau am sonnigen nächsten Morgen

Mulanjeplateau in Nebel und Regen kurz vor dem Ziel



Über den Wolken

Frauen im Rehabilitationszentrum...

Also, mein Laptop schenkt mir ne halbe Stunde, das heißt euch schnell n paar Bilder hochladen :)
Und noch n bissle erzählen...
Waren letztes Wochenende mal wieder in Lilongwe und ich endlich beim Friseur! :) Davon gibts zwar n Bild, ist euch aber nicht zumutbar, da es mitten in der Nacht geschossen wurde :)
War ein sehr lustiges Wochenende. In Lilongwe ist an jedem letzten Wochenende des Monats die Lollipop-Party und wir dachten wir gehn mal hin. War lustig, haben einige getroffen und die ganze Nacht bis es wieder hell wurde getanzt..
Mir ist aufgefallen, dass ich euch mein neues Arbeitsfeld verschwiegen hab. Da ich ja mit dem erstellen des Buches für das Museum ziemlich isoliert arbeite, habe ich mir noch was anderes gesucht, damit ich mal das mache was ich hier eigentlich mal wollte :)
Ich arbeite jetzt 1-2 Vormittage die Woche oder auch manchmal nur alle 2 Wochen, je nach Zeit in einem Rehabilitationszentrum für Frauen und Kinder. Dort kommen Frauen mit ihren Kindern hin, welche überfordert sind oder zu arm. Die Kinder sind unterernährt und krank. Deswegen bekommen die Frauen dort dann Kurse zu Ernährung und
Erziehung. Die Frauen bleiben so lange, bis die Kinder wieder ein gesundes Gewicht erreicht haben. Ist sehr hart manchmal. Letzte Woche war dort ne neue Gruppe Frauen. Die kleinen Babys sind sooo dünn, manche haben einen aufgeblähten Bauch, wie es halt ist wenn man unterernährt ist. Alle 3 Stunden wird dort Milch verteilt. Ich setzte mich entweder zu den Mitarbieterinnen und schau zu oder sitze bei den Frauen und versuche sie zu verstehn, da mein Chichewa dafür kaum ausreicht. Ist aber immer witzig, da die Frauen sehr aufgeschlossen und witzig sind und oftmals einfach weiter reden und die Sprachprobleme vergessen. Dann helfe ich ihnen beim entkornen von Maiskolben oder lache einfach mit ihnen.
Ist eine erfahrungsreiche Arbeit, ander ich stark mit der Armur und den vorhandenen Problemen konfrontiert werde.
Werde aber wohl nicht mehr sehr tief ins Projekt hineinsehn können, da ich noch viel unetrwegs sein werde und nur noch 3 Monate habe. Trotzdem macht es mir Spaß.
Das war das Neueste.
Werde in 2 Wochen meine Reise nach Tansania machen und freu mich schon.
Lasst es krachen, Küsschen Sannah
Noch ein Küsschen nach Germany
© Sannah 2008