So, Urlaubsbericht und gaaanz viele Bilder :)

Mit einem Fuß noch im gewohnten Malawi und mit dem Anderem schon auf dem Weg ins Unbekannte :)

Bei einem Stop am Busdepot kommen alle möglichen Verkäufer um dir durchs Fenster ihre Sachen zu verkaufen! :) Jede Menge Spaß und amn muss nicht aussteigen, wenn man irgendwas braucht :)
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der nördliche teil der Skyline
Wie lang hab ich mich auf diesen Urlaub gefreut und wie schnell ging er vorbei :) Unglaublich!
In den 10 Tagen (letztendlich wurden es ungewollte 11) war wirklich alles dabei:
Wir haben à la Freiwillige uns die Kultur angeschaut und gleichzeitig ab und zu einen voll auf Tourist gemacht :) Weißer Sandstrand, türkisfarbener Indischer Ozean, Palmen, leckeres Essen, Minibus fahren (in Tansania genannt: dala- dala), Metropole Dar Es Salaam, typisch tansanische Märkte etc...
Es war echt genial! Das komische war nur auf einmal wieder nix zu verstehen! Es würde sich echt lohnen, v.a. sollte ich planen noch mal nach Afrika zu reisen, Kisuaheli zu lernen. In Tansania sprechen die wenigsten Englisch, was für uns erstmal sehr ungewohnt war, da man in Malawi doch relativ gut mit Englisch voran kommt.
Bei der Sprache gab es auch ein weiteres Problem: Kein Mensch (also kein Einheimischer) wollte mir meinen Namen glauben. In Tansania sagt man „Asante sana“ was soviel heißt wie „thank you very much“. Also sana = very much!!! Das mein Name anders geschrieben wird und aus dem arabischen kommt hat die meisten nicht davon abgehalten darüber zulachen :)
Aber was echt mal sehr gut tat, irgendwie kam ich mir anonymer vor! In Malawi werde ich beim Reisen oft beobachtet, Kinder bleiben stehen und schauen einem nach und die Augen sind stets auf einen gerichtet. Klar, in Tansania hört man auch "Azungu" (Weiße) und v.a. bei den Preisen kann man damit rechen, immer den Azungu-preis zuhören (d.h. immer handeln), aber ich saß in den Bussen und auch in der Stadt und kam mir nicht ständig beobachtet vor.
Es war echt interessant, durch die Erfahrungen die ich in den 9-10 Monaten bis jetzt in Malawi gemacht habe, ist es für mich viel einfacher zu reisen. Ich kam mir nicht wie der völlig fremde Tourist vor, auch wenn ich das Land noch nicht kannte. Ein bisschen das Gespür für die Lebensart hier (auch wenn sie von Land zu Land wieder verschieden ist) habe ich dennoch bekommen.
Was auch mal wieder sehr angenehm war: Die Menschen in Tansania sind größer!!! In Malawi bin ich grundsätzlich einen Kopf größer als der Rest, aber in Tansania gab es doch den ein oder anderen bei dem ich den Kopf heben musste :)
Unsere Reise:
Wir sind erstmal mit dem Nachtbus durch Malawi gestartet um dann von Mbeya, einer Stadt in Tansania ganz in der Nähe von der Grenz, einen Bus nach Dar es Salaam zu nehmen. Die Fahrt war wirklich schön (auch wenn sie statt den besagten 10 Std doch ganze 14 Std. gedauert hat, aber das ist Afrika und dazu gibt’s dann gleich auch noch eine viel bessere Geschichte). Die Landschaft ist beeindruckend und ganz anders als in Malawi. Dadurch, dass Malawi nur so groß ist wie 1/3 von Deutschland, aber eine verhältnismäßig hohe Bevölkerungszahl hat, sieht am Straßenrand ständig kleine Dörfer. Tansania ist da ganz anders. Das Land ist so groß, dass man kilometerweit fahren kann und nichts als die Weite, Landschaft und Natur genießt. Auf der Strecke Mbeya - Dar es Salaam durchquert man auch einen Nationalpark und sieht direkt neben dem Bus Elefanten, Büffel, Zebras, Giraffen etc. Bei der Hinfahrt haben wir eine Gruppe von mindestens 25 Giraffen gesehen, eine Horde Büffel und einen Elefanten mit Baby direkt neben dem Bus. Bei der Rückfahrt mussten wir sogar anhalten da ein Zebra gerade die Straße überquert hat :) Das witzige war, dass Esther und ich im Bus natürlich erstmal „wow“ gesagt haben und unsre Kameras holen wollten (der Bus fuhr aber zu schnell, so dass wir kaum Fotos von diesen Eindrücken machen konnten), und der Rest im Bus, die Einheimischen, haben eigentlich kaum beeindruckt reagiert dass ca. 2 Meter neben uns ein Elefant steht ;)
In Dar es Salaam sind wir im Dunkeln angekommen, haben aber da schon gemerkt dass wir es mit einer Großstadt zutun haben :) Hochhäuser, Verkehr, mehrspurige Straßen.
Dar es Salaam ist schon ziemlich beeindruckend, allerdings habe ich es mir bevölkerter vorgestellt. Die Stadt lebt mit Autos. Da herrscht ein Verkehrschaos, das ist unglaublich. Aber ich habe ein bisschen die Menschen am Straßenrand vermisst. Auch finde ich es krass, wie die Gegensätze dort zusammenleben. Ein Hochhaus aus Spiegelglas, was wirklich gigantisch aussieht, neben einem fast verfallen Gebäude. Die Skyline dieser Stadt ist aber ein Traum, vielleicht auch nur, weil ich seid 10 Monaten keine Hochhäuser mehr gesehen hab :)
Der Markt ist auch schön, allerdings habe ich die bunten Stoffe vermisst. Die kommen doch alle aus Tansania, warum finde ich dann in Malawi mehr als in dem Herkunftsland???
Von Dar es Salaam sind wir mit der Fähre weiter nach Sansibar. Wir wurden gewarnt, dass wenn wir dort sind wir nicht mehr gehen wollen :) Und ein bisschen hat man damit auch recht! Die Insel ist ein Traum. Umgeben von kleinen Inseln, Bilderbuchstränden und türkisfarbenen Meer! Auch Stone-town (oder Zanzibartown genannt) erinnert wirklich an Tausend und Eine Nacht! Ganz viele kleine Gassen in denen man sich wirklich verlaufen kann, und richtig alte beeindruckende Gebäude.
Was man echt merkt, es ist ein guter Mix aus indischem und afrikanischem.
Es ist auch keine Lüge, dass dort die besten Gewürze sind. Bei dem Gewürzmarkt bleiben keine Wünsche unerfüllt. Ich muss aber sagen, dass die Insel schon sehr touristisch ist und an den Stränden bevölkert von Lodges und Hostels ist. Aber auf dem Weg in Norden haben wir das einheimische Leben trotzdem sehen können.
Wir sind anfangs erstmal in den Norden gefahren und haben eine Nacht am Kendwa Beach und 2 Nächte in Nungwi geschlafen. Ärgerlich war, dass wir die ganze Reise das Zelt umsonst mit rumgeschleppt haben!!! In Dar es Salaam wäre die Zeltmöglichkeit weiter außerhalb gewesen und daher zu umständlich und in Sansibar ist seid neuestem das Zelten verboten, da man angeblich pro Tourist 7 Dollar an den Saat zahlen muss.
Naja, auf jeden Fall haben wir im Norden den Strand und das Meer in vollen Zügen genossen und auch einen Schnorchelausflug gemacht! War wirklich super. Soo viele bunte Fische, riesige Seeigel, Seesterne, Korallenriffe…etc. Und ein Mittagsessen an einem unbewohnten ewig breiten Sandstrand!
Vom Norden sind wir mit einem dala-dala nach Stone Town gefahren und haben uns die Stadt angeschaut bevor wir die Nachtfähre zurück genommen haben. Echt der Hammer, wie viel Nächte wir im Bus oder auf der Fähre verbracht haben und nicht in einem gemütlichen Bett :)
Wir hatten dann eigentlich geplant noch am gleichen Tag (sind ja Donnerstagmorgens mit der Fähre angekommen) abends oder am nächsten Morgen den Direktbus zurück nach Malawi (Lilongwe) zu nehmen. Das hat nur alles nicht so ganz geklappt ;) Der Bus Freitagmorgens war angeblich voll und somit haben wir dann ein Ticket für Samstagmorgen bekommen. Das war vielleicht ein hin und her am Busdepot. Alle wollen dass man bei ihnen kauft. Wir hatten auch erst schon ein Ticket für Freitag in der Hand, aber wurden dann zum Glück noch gewarnt ;)
Also hatten wir noch 2 Tage in Dar Es Salaam. Einen davon haben wir ausgenutzt endlich mal das Minibus-netz (dala-dala) zu verstehen und sind mit dem dala-dala durch die Stadt und in den nördlicheren Teil gefahren. Den anderen Tag haben wir am Strand verbracht, an der Unterkunft wo wir eigentlich zelten wollten, und wo man nur mit einer Fähre hinkommt, welche im 15Minuten Takt fährt.
Was natürlich in den Blog muss, um den Gegensatz klarzumachen, wie unser Urlaub war: Wir sind am letzten Tag auf dem Weg zum Strand am Kempinskihotel vorbeigekommen. Sicherlich eins der luxuriösesten in Dar es Salaam. Was liegt da nicht näher, als mal eben einen richtig leckeren Cappucchino trinken zu gehen :) Allgemein war der Kaffee in Tansania nämlich kaum erträglich (zum mindest der Instantcoffee den wir überall bekommen haben). Somit sind also 2 Mädels in Badeklamotten erstmal über einen roten Teppich in einen Marmorsaal gelaufen um dort einen Kaffee zu trinken ;) War echt witzig und absolutes Kontrastprogramm (der Kaffee war aber nicht teurer als in den üblichen Cafes) :)
Die Heimfahrt hat sich dann wieder als typisch afrikanisch gestaltet. Unser Bus startete morgens um 6Uhr und sollte innerhalb von 24Std in Lilongwe ankommen :) ja ja!
Wir kamen um 21Uhr an der Grenze an, welche nur von 6-18Uhr auf hat und mussten somit die Nacht im Bus an der Grenze verbringen. Am nächsten Morgen dachten Esther und ich: ach, halb so wild, dann kommen wir halt erst abends an! Nach Stunden die es gebraucht hat 10 Meter vorzufahren um sich dann einen Stempel von Tansania zuholen, nach 10 weiteren Metern den nächsten Einreisestempel in Malawi, haben wir uns dann gefragt warum es nicht weiter geht. Wir wurden eh die Fahrt kaum beachtet und uns wurde auch nie gesagt wann, und wie lang denn jetzt Pause ist. Also haben wir gefragt und die Antwort war: Wir bleiben hier den ganzen Tag und fahren über Nacht nach Lilongwe! Na spitze! Nach einer Nacht an der Grenze kam noch ein ganzer Tag dazu! Unsere Reisezeit hatte sich somit verdoppelt und wir kamen nach 48 Std im Bus endlich an :) Letztendlich war es auch ganz witzig, und so ist es nun mal hier :)
Jetze hab ich auch schon wieder eine Woche in Mua rum und bin gerade again in Lilongwe um mich mit den Mädels zu treffen und ein bisschen feiern zu gehen. Nächstes Wochenende fahren wir dann nach Blantyre zum Fußball- Länderspiel: Malawi – Burkina Faso und dann geht’s auch schon nach Sambia.
Dar es Salaam vom Katamaran aus bei der Fahrt nach Sansibar

Bilderbuchstrand :) Ein Traum, abends und tagsüber


So voll kann ein Boot besetzt werden :)


Zanzibar Town (Stone Town)



